Galerie
          


Galerie Fueterchrippe Zuckenriet


Zeitungsartikel im "Tagblatt" Montag 6. November 2006, Rubrik Leben:
Porträit "So bin ich halt"

Projekt der PHR "Welt erleben und entdecken":
Bericht von Daniela Krucker

Die Galerie mit dem besonderen Ambiente, wechselnden Ausstellungen und einer interessanten Palette verschiedener Themen von verschiedenen Kunstschaffenden.
Auch im 2012 wird Ihnen die Galerie wieder einige Künstlerinnen und Künstler vorstellen und zum Thema: "Jahreszeiten feiern und geniessen" viel Schönes zeigen können.






Darf ich bitten...
...zum farbenfrohen Frühlingswalzer

Die frostig eisigkalten Wintertage sind hoffentlich vergessen!
Nun macht der Lenz vergnügt seine Avancen! Mit Buntheit und zartem Pastell lockt er zum Tanz - zum Walzer "a pastello" sozusagen...

Mit einer herrlichen Melange zum Feinsten - mit ausgesuchten Arbeiten aus besten Ateliers, umspielt von Schmückigem und liebevollem "Giggernillis" zum Frühling und zur Osterzeit - zeigt sich die Fueterchrippe im schönsten Frühlingswalzerkleid!

Vom 25. Februar bis 28. April 2012

"Alles Walzer" heisst es am Samstag: 25. Februar von 14 - 17 Uhr
Tanzen Sie mit? - Ich würde mich sehr freuen!





Die Phantasie ist ein ewiger Frühling
Friedrich von Schiller
Liebe Fueterchrippe – Freunde!

"Die Lerche in blaue Höh' entschwebt, der Tauwind weht so lau;
Sein wonniger milder Hauch belebt und küsst das Feld, die Au.
Der Frühling in holder Pracht erwacht, ah, alle Pein zu End' mag sein…"


Man sieht sie geradezu, die Lerche aus dem Frühlingsstimmenwalzer. Wie sie im Walzertakt sich wiegt und tanzend in den blauen Frühlingshimmel fliegt… Auch "süsse Stimmen aus den Zweigen…" glaubt man zu hören…
Blauer Frühlingshimmel, Nachtigall- und Lerchengesang – für alle Sinne herrliche, wohltuende Aussichten und wie gemacht für eine wunderbare Vorfreude, welche uns nur schon in Gedanken glückselig hinein in den Frühling tanzen lässt! Aussichten, die jauchzen lassen – nach den frostigkalten Tagen und düsteren Schneewolken am Himmel…
Vor Jahren "zierte" folgende Bauernregel eine Einladungskarte zum Fueterchrippe-Frühling:
"Es lenzt nicht, ehe es gewintert hat". Ob es in jenem Jahr auch so bitterkalt war, weiss ich nicht mehr. Getreu dieser Wetterregel aber, ist der "Frühling im Dreivierteltakt" in diesem Jahr mehr als nur verdient! Es hat gewintert! Nun muss es auch lenzen! Tanzen wir also getrost beschwingt und heiter hinein in diesen Lenz! Und damit wäre ich beim Frühlingstanz und meiner kleinen (!) Geschichte:

Der immer wiederkehrende Frühling ist immer auch ein Tanz der Farben, Blüten und Düfte.
Auch das Tanzen ist Frühling! Jedenfalls für mich… Es "durchlüftet" so wunderbar und hilft auch dann, wenn nicht immer gerade Lenz ist… "Gelernt" habe ich es in sehr früher Kindheit… Meistens an Sonntagnachmittagen in der guten Stube. Auch das Walzertanzen! Und nicht nur rechtsherum… Da kannte unsere Mama keine Gnade, da gab es kein Pardon! Walzern musste man richtig können! Darauf war ich später dann so manches Mal auch richtig stolz und dankte es ihr auch immer leise.

Was waren es doch auch für Glücksmomente, wenn sich unsere Tante Clara ans Klavier setzte… Dann aber, blieb es nicht nur beim Walzer. Alles kam dann aufs Parkett! Ich tanzte und sang als Kind so ziemlich alles nach, was damals um mich herum gesungen wurde und sich zwischen dem weissen Flieder, der Veronika mit ihrem Lenz und der Donna Clara bewegte… Ich summe sie jedenfalls noch heute… Gelernt ist gelernt. Wie auch das Walzern linksherum!
Vielleicht waren diese "Tanz- und Gesangsstunden" aus damaliger, pädagogischer Sicht nicht gerade das Wichtigste und Wertvollste… Aber schön waren sie! Und geschadet haben sie auch nicht. Ausser dass ich mich bis heute schon bei ersten Takten von Musik "zwangsläufig" bewegen muss… Liebend gerne nach griechischen- und Latino-Rhythmen… Was aber nicht heisst, dass ich nicht ebenso glücklich auch "nur" Musik hören und geniessen kann…
Ich begeistere mich aber auch mit dem gleichen Glücksgefühl und ebenso genussvoll für eine wunderbar-herrliche Dodo Hug, eine fantastisch eigenwillige La Lupa und so grossartigen und feinen Liedermachern und Musikern vom Format eines Pippo Pollina, eines Tinu Heiniger und eines Konstantin Wecker!

Trotzdem sind sie geblieben, die wunderbaren Erinnerungen an die frühen "Tanzstunden" bei Mutter und Tante. Sie sind zu herrlichen Kindheitserinnerungen im Dreivierteltakt geworden! Geblieben ist auch die Tanzfreudigkeit. Ich habe sie mir zum Glück bewahrt und zu meiner Freude offensichtlich auch weitervererbt…
Mit Wonne entdeckte ich bei unserer Enkelin Clarissa die gleiche unbändige Freude am Tanzen. Kommt sie aus Sizilien zu Besuch, wird die Galerie jeweils für uns – und nur für uns beide – zum Tanzsaal… Es sind jeweils ganz feine Momente und lustige dazu. Denn bei der kleinen Sizilianerin kommen noch Temperament, herrlich komödiantische und italienisch-theatralische Elemente mit ins fröhliche Spiel. Zum wunderbaren Ergötzen der Nonna… Vielleicht wird sich unsere Enkelin einmal gerade an diese besonderen Momente mit ihrer Nonna erinnern. Ich wünschte es mir!

Sie finden weder auf der Einladung noch in diesem Brief die Namen meiner "Frühlingskünstler". Lassen Sie sich einfach ein – auf Überraschungen aus besten Ateliers, auf ein feines Zusammenspiel von künstlerischer Vielfalt und unterschiedlichem kreativem Schaffen und freuen Sie sich auf eine Frühlingswelt der grossen und der kleinen schönen Dinge! Dass sozusagen als Begleitung und meiner Südenliebe zufolge immer auch ein paar südliche Küchenfreuden gehören, versteht sich wie immer fast von selbst. Auch da habe ich mich nach würzigen "Frühlingsneuheiten" umgesehen und bin glücklich fündig geworden… Habe ich Sie "gluschtig und gwundrig" gemacht? Das war Absicht!
Vielleicht wird auch für Sie die Fueterchrippe in den kommenden Wochen zum Tanzsaal! In meinem bunten Frühlings-Potpourri lustwandeln und verweilen ist doch wie beschwingtes, frühlingsleichtes Tanzen im Dreivierteltakt…

Und – was ich noch sagen wollte: "In der Kürze liegt die Würze" ist definitiv nicht mein Ding!
Das "Fabulieren" und "Parlieren" ist im Frühling noch lustvoller als sonst…

In diesem Sinne – vorfreudig und auf bald…

Ihre Bea Wildhaber



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